Mit Google CDN WordPress Geschwindigkeit bis ans Limit

Da vor kurzem Google die Ladegeschwindigkeiten von Webseiten zum Ranking-Faktor erklärt hat (einer von über 200 Faktoren also entspannt Euch; und was übrigens eh schon länger klar war), wollte ich wissen wie weit mein Projekt “Webseite optimieren(siehe auch WordPress schneller machen I, II und III) noch gehen kann (man darf doch auch mal etwas Spaß haben am heiligen Sonntag :-). Die WordPress Geschwindigkeit und das Google CDN standen dabei im Vordergrund.
Als Messinstrumente dienen mir die Add-ons vom Firefox-Plugin Firebug Google Page Speed und Yahoo YSlow sowie pindom.com. Ziel war es jeweils 100 mögliche Punkte zu erreichen und Seiten unter 1000 Millisekunden zu laden.

Viele Elemente für maximale WordPress Geschwindigkeit

Webserver als Teil der Kette

Um so mehr Besucher um so schwerer hat es der Webserver eine Webseite zu generieren. Um so performater der Server um so besser kann er auch bei vielen Besuchern die Webseite ausliefern. Den Unterschied zwischen einem schnellen Webserver und einem limitierten Shared Hosting Paket kann man aktuell gut bei Caschy bzw. im Beitrag Blog offline nachlesen und vor allem an den Ladegeschwindigkeiten selbst feststellen. Das nicht optimierte WordPress von Caschy läuft nun trotz viel Traffic richtig schnell. Vorher wartete ich mit meiner 20 MBit-Leitung doch oft 5 und mehr Sekunden bis die Webseite fertig geladen hatte.
Was ein Root-Server und bei ihm, bei Björn und mir ein Managed Server ausmachen kann ist unübersehbar. Wenn das LAMP bzw. im Besonderen der Apache (Php-Cache, mod deflate und mod expires) und MySQL dann noch ordentlich konfiguriert wurden geht eh schon mal die Post ab. Aber auch ein All inkl. Account mit überschaubarem Traffic ist recht flott, wenn man nicht WordPress zu viel zumutet.

Webseite bzw. WordPress optimiert

Die WordPress Geschwindigkeit an sich ist erstaunlich gut! Die Ladegeschwindigkeiten von WordPress sind meiner Meinung nach im wesentlichen von vier Faktoren abhängig oder anders ausgedrückt in diesen Bereichen wirken sich Fehler besonders negativ aus:

  • das WordPress-Theme, d.h. das Html-Gerüst, CSS und vor allem fehlerfreie PHP-Funktionen;
  • viele und noch dazu unperformante WordPress-Plugins;
  • zu viele und nicht optimierte Bilder (im Theme als auch im Fließtext), d.h. zu große Bild oder auch Bilder in falschen Formaten (JPG statt PNG und umgekehrt… oder sogar GIFs);
  • viele externe Javascript-Abfragen (beispielsweise Twitter retweets, Facebook, Feedburner, Wikio-Ranking… ); hier ist allen voran Google Analytics lustiger weise zu nennen ;-)

Zu diesem Thema gibt es ein Menge Beiträge (siehe aktuell Vladimir zum Thema Ladegeschwindigkeit) und Tipps wie den WordPress Cache nutzen oder das Plugin W3 Total Cache mit CDN (hier jedoch nicht das kostenlose Google CDN, sodern Amazon CloudFront oder Amazon Simple Storage Services (S3). Es gibt viele Wege um nach Rom zu kommen, aber ich will aber zum Google CDN kommen, also …

Google Content Delivery Network (kurz CDN) als letzter Flaschenhals

Wenn Server und WordPress schnell sind, dann kann man wenig machen außer die letzten Flaschenhälse suchen. Ein Content Delivery Network statt dem eigenen Server oder Hosting-Paket ist so ein Flaschenhals.

Ich hatte in Word schneller machen schon darüber gesprochen, dass man Bilder (vor allem des Themes), Stylesheets und Javascripte für das simultane Laden im Browser am besten auslagert. Dies kann man auf verschiede Art und Weise machen. Die professionellste Art ist das Content Delivery Network. Ein kostenloses bis günstiges CDN bietet Google. Kostenlos, weil bis zu 1 Gigabyte Daten Upload nichts kosten und günstig weil weitere Gigabytes nur Cents kosten.
Das Google CDN ist nichts weiter als die Google app engine. Sergej gibt in seinem Artikel Content Delivery Network (CDN) von Google für eigene Projekte nutzen einen sehr guten Überblick dazu.  Das Problem am Google CDN ist nur, dass man nicht einfach via FTP Dateien hoch laden kann. Jan zeigt in seinem Artikel Google App Engine als CDN verwenden wie man via Eclipse trotzdem statische Dateien auf das Google CDN laden kann. Wer weitere Informationen braucht ließt Matt und seinen Artikel Using Google App Engine as your own Content Delivery Network (von 2008).

WordPress pfeilschnell mit Googles CDN

Ich hatte ja zu Beginn angesprochen, dass ich alles getan habe um mein WordPress pfeilschnell zu machen. Hier die Ergebnisse eines Sonntag Nachmittags :-)

Googles Page Speed gibt mir 94 von 100 möglichen Punkten. Er beschwert sich darüber, dass meine Webseite überhaupt von meinem Server kommt :-)

page_speed_94_punkte

Yahoos YSlow gibt mir nach dem ich Googles CDN als CDN eingetragen hatte 100 von 100 möglichen Punkten.

YSlow_100_Punkte

Und das man solche Werte wirklich merkt sieht man an PingdomCom, das einen Artikel ohne Kommentare und einem Bild das auf dem CDN liegt unter einer Sekunde lädt. Die WordPress Geschwindigkeit am Limit! Schneller geht nicht, oder?

pingdom_com_900_millisekunden

UPDATE – Hier noch der aktuelle Server-Last-Test im Vergleich zu vorher:

google cdn

Fazit zum Thema Webseiten optimieren an einem Sonntag Nachmittag

Die WordPress Geschwindigkeit ist natürlich etwas beschönigt, weil ich einen Artikel genommen habe ohne Kommentare und damit ohne Gravatare, deren Nachladen schwer auf die Geschwindigkeit gehen, sowie einen Artikel mit wenigen Abbildungen, die aufgrund des mühseligen Uploads auf das Google CDN normalerweise auf dem eigenen Webserver liegen. Nichts desto trotz sind auch Artikel mit vielen Bildern und Kommentaren richtig schnell geworden und ich bin gespannt was die Googles Webmastertools im Bereich Google Labs > Website Leistung in Zukunft sagen, den aktuell bin ich noch im Bereich “langsam :-(

Also das Projekt Webseite optimieren macht jetzt erst mal Pause und ich warte auf die Ergebnisse der Webmaster-Tools. Was macht Eure Geschwindigkeit so und welche Tipps habt ihr? (oder sagt es mir besser nicht sonst schraube ich gleich wieder! ;-)

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tim bormann google

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