Test Synology Geschwindigkeit – DS211

Die DS211 habe ich zum testen von Synology bekommen. Die Besonderheit an dieser NAS ist das Preisleitungsverhältnis. Als Käufer bekommt man die DS211 für ~260 € bei Amazon (ohne Festplatten) und damit bekommt man recht günstig ein NAS mit Übertragugsgeschwindigkeiten im Gigabit-Bereich (dank 1.6GHz CPU und 256MB RAM).

Wer auf ein Raid 1 verzichten kann bekommt die gleiche Performance bei der DS111 für 190 € (und man muss nur eine Festplatte kaufen).

Testen wir einfach mal die Synology Geschwindigkeit.

DS211 Geschwindigkeit – Performance pur?

Der Zugriff über das interne Netzwerk mit Windows-Freigaben dürfte der häufigste Anwendungsfall sein. Lassen wir mal Funktionen, Verarbeitung, Geräusche / Lautstärke und Synology-Support aus den Augen und schauen uns einfach mal die Synology Geschwindigkeit via Windows-Dateidienst an. Performance pur oder nur alt bekanntes?

Die Versprechungen von Synology sind groß

Wie man sieht sollte die DS211 laut Synology im Netzwerk mit einem schnellen PC

  • 54,98 MB/ Sekunde beim Schreiben auf die NAS und
  • 108,41 MB/ Sekunde beim Lesen von der NAS möglich sein.

Anmerkung: Diese Werte gelten für eine 5 GB-Datei und gleichzeitig optimierten Einstellungen an PC und NAS.

Meine Werte via Windows Explorer ohne Optimierungen

Man könnte nun Tests mit professionellen Tools machen um die Geschwindigkeit der Synology DS211 im High-Endbereich abzuklären. Ich will keine Optimierungen vornehmen und stelle mich blöd. Diskstation installiert (2x2TB auf Raid 0) und dann via Windows Explorer 5 GB Datei verschieben zwischen NAS und PC (i5-2500, 8 GB RAM, Sata 3 Controller mit Windows 7 Ultimate 64 Bit). Hier die Ergebnisse:

Die 90 MB / Sekunde waren der DS211 stabil. => 90 MB Download

Die knapp 50 MB / Sekunden waren auch stabil. => 50 MB Upload

Fazit des Tests

Die Synology Geschwindigkeit konnte überzeugen. Die DS211 ist mit 90 MB lesend und 50 MB schreibend

  • weit schneller als ein USB 2.0 Festplatte lesend und schreibend (max. ~25 MB / Sekunde),
  • schlägt einige alte intere Festplatten lesend (2,5 Zoll sogar manch aktuelle) und
  • ist auch schneller als die meisten per eSata angeschlossenen Platten lesend.

Via WLAN ist der Gewinn der aktuellen Synology Geschwindigkeit gegenüber einer alten DS107+ (siehe mein Artikel zum Heimnetzwerk) natürlich verspielt. Man muss schon alle Komponenten des LANs gigabit-fähig haben (Router, Switch, PC) und bis WLAN gigabit-Geschwindigkeiten überträgt wird es wohl noch etwas dauern.

Die Versprechungen des Synology-Labors für die DS211 mit 108 MB lesend waren etwas übertrieben in Bezug zum Normalanwender. Der Normalnutzer wird nicht an jeder Performance-Schraube drehen nur um ein paar Megabyte schneller übertragen zu können.

Geschwindigkeit testen und Besonderheiten

Via Teracopy schafft die DS211 bei mir nur 48 MB / Sekunde lesend, aber 57 MB schreiben. Absurd oder?

Via Total Commander werden die Ergebnisse noch seltsamer. Hier schreibe ich Daten mit 64 MB und lade Dateien mit 67 MB.

Nun lag die Vermutung nahe der Windows Explorer würde die Synology Geschwindigkeit falsch wiedergeben. Ich habe die Zeit gestoppt und nein er ist wirklich deutlich schneller als Teracopy (siehe Artikel schneller kopieren, was bislang auch immer stimmte).

Synology Performance Tipps

Meine Tipps für die DS211 und jede andere Disk Station um eine niedrige Synology Performance zu steigern:

  1. Bei nicht mehr als 10-12 MB lesend und schreibend stört meist eine 100 Mbit Netzwerk-Komponente bzw. alle Komponenten werden dadurch gedrosselt -> alles aus dem Netzwerk entfernen bis auf PC und Synology und wieder die Synology Performance testen.
  2. Alte LAN-Kabel haben bei mir die Geschwindigkeit auf 8 MB lesend und schreibend reduziert -> neue Netzwerkkabel kaufen und wieder die Performance testen.
  3. Unter Windows Virenscanner und Firewall deaktivieren.
  4. SMART-Werte in DSM überprüfen -> ggf. kommt es zu Perfromance-Problemen, weil die Festplatte fehlerhaft ist.
  5. Netzwerktreiber von Windows aktualisieren und ggf. Treibern des Herstellers mit den von Microsoft austauschen.
  6. IPv6 an PC und NAS deaktivieren -> steigerte die Performance in meinem Fall bei der DS211 um 50 % (WICHTIG!)
Chronologisch weiterlesen zum Thema Netzwerk
Thematisch ähnliche Beiträge
Weiter zu

Neu hier? Abonnier den Newsletter || Feed. 1460 Abonnenten und ∼9000 Besucher täglich irren sich nicht.

12 Kommentare zu Test Synology Geschwindigkeit – DS211
    • Nils :
    • Die Werte können sich ja sehen lassen. Mein kleiner Server kann da nicht wirklich mithalten, wobei die verbauten Platten auch schon etwas älter sind und wahrscheinlich fernab der 90MB/s lesen ;)
      Über AFP mit Gigabit Router dazwischen, komme ich auf knapp 55MB/s lesend – möglich wären bestimmt 70MB/s, mit direkter Verbindung und ein paar Optimierungen.
      Kann man das Synology NAS auch via AFP ansprechen, oder sind nur Windows Freigaben möglich?

    • # 1 03.4.11 

    • TIMBOB :
    • Na Du siehst mit 55 MB/s noch richtig gut aus. Meine aktuelle DS107+ schafft gerade mal 14-16 MB /Sekunde :(
      Ich werde mir wohl die kleine DS111 holen.
      WebDAv, AFP,(S)FTP und Samba sind so die üblichen Wege der Daten bei der Synology.

    • # 2 03.4.11 

    • Nils :
    • Maximal 16MB sind wirklich etwas mager.
      Da ich auch nicht permanent Daten zwischen MacBook und Server hin und herschiebe, reichen die 55MB auch vollkommen aus. Viel wird da sicher auch durch das ZFS-Raid gebremst…

      btw: Was macht das Air? Zufrieden? :)

    • # 3 03.4.11 

    • Hans :
    • @ Tim:

      ich dachte, das “Top-Modell” ist die 1511er…die hab ich nämlich daheim…

      kostet zwar gut geld (aktuell um die 700 Eier), aber die Verarbeitung und Auswahl des Lüfters ist hier noch etwas besser, denke ich.

      Und die Geschwindigkeit von 90 MB/Sek könnte auch an deinen Netzwerkgeräten liegen…billige (bzw onboard) LAN-Karte, Routingkapazität der Switche etc?!

      Welche Hardware drumherum verwendest du denn?

      Viele Grüße aus München,

      Hans

    • # 4 04.4.11 

    • Daniel :
    • Guter Testbericht,

      aber warum schaffen die Tools wie Teracopy u. Total Commander bei dir solche missen Ergebnisse? Wäre Interessant die Ursache zu erfahren. Denn ich wollte eigentlich nur noch Teracopy für Datentransfers mit WIN7 nutzen und ein NAS kommt bei mir demnächst auch ins Haus.

      PS: Hast dich vertippt bei der Angabe:

      “Diskstation installiert (2x2GB auf Raid 0)”

      Sind sicherlich 2x2TB verbaut, sonst geht es ja schlecht 5GB drauf zu übertragen. ;-)

    • # 5 04.4.11 

    • TIMBOB :
    • @Hans Ich meinte eines der Top-Modelle. Die ds710+ ist nicht gerade ein Budget-Modell :-)
      Bzgl. der maximalen Geschwindigkeit sehe ich bei meiner onboard-Karte nicht das Nadelöhr, weil von PC zu PC schaffe ich jeweils > 100 MB / Sekunde. In beiden Szenarien ist nur der Router (Linksys wrt610 mit ddwrt) dazwischen. Werde es trotzdem noch mal testen. Viele Grüße aus Bilbao!

      @Daniel Ich gehe davon aus, dass Teracopy sich schlicht und einfach verrechnet in den höheren Übertragungsraten bzw. dafür wenig /gar nicht getestet wurde. Gibt bestimmt bald ein Update.
      Fehler wird behoben. Danke.

      @all Werde nun die ds211+ testen. Wenn noch Fragen zur ds211 dann bitte zügig.

    • # 6 04.4.11 

    • Shadow :
    • Einer der Gründe, warum Ich mag den Besuch Ihres Blogs so viel ist, weil es geworden ist, eine tägliche Referenz benutze ich, um neue nette Sachen lernen können. Es ist wie ein Kuriositäten-Box, die Viagra without a prescription, die Sie immer und immer wieder.

    • # 7 17.6.11 

    • eremit :
    • Ich komme mit einer ds211j auf lächerliche 2.2 MBs. Dazu muss man wissen, dass ich die Übertragungsgeschwindigkeit vorher mit einer Netzwerkplatte getestet hatte und dabei auf 29 MBs oder mehr kam (ich benutze Powerline Adapter). Nur mit dem Server ist die Übertragung so langsam.
      Eremit

    • # 8 15.11.11 

    • Hans :
    • Powerline kannste vergessen. Ich hatte selber mal welche von Devolo, die 200 MBit Geräte. Hab mein Stromnetz umgebaut, damit die Performance besser ist: Laut Devolo Messtool hatte ich in beide Richtungen mindestens 180 Mbit, und durchgekommen sind effektiv 15 Mbit (real). Der Devolo Support ist auch noch so dreist und lügt einem ins Gesicht, dass sie etwas mehr als 50 % Overhead hätten, gemessen sind es weit mehr als 90 %!

      Ich würde das jetzt auf die Powerlines schieben.

      Die Performance war bei mir ähnlich wie bei dir. Und da hab ich die dinger wieder rausgeworfen ;-)

      Grüße aus München!

    • # 9 15.11.11 

    • eremit :
    • Es stimmt, dass die Powerline Adapter nicht so viel Bandbreite bieten wie ein richtiges Netzwerkkabel. Aber es müssten doch mehr als als die von mir gefundenen 2 MBs sein, denn: mit demselben Rechner, denselben Adaptern und demselben Router konnte ich auf eine Netzwerkplatte wie oben beschrieben wesentlich schneller schreiben. Nur mit dem Server geht es nicht. Und: ein Freund von mir benutzt die Adapter auch; ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie er Daten mit über 20 MBs durch die Stromleitung geschickt hat. Er guckt Videos mit den Dingern!
      Eremit

    • # 10 17.11.11 

    • buy phentermine online :
    • The matter is that I don’t understand a word but it is very interesting :)

    • # 11 04.3.12 

    • Carlos :
    • Ich glaube so.
      buy phentermine online

    • # 12 04.3.12 


Anmerkung schreiben

Aktuelle Suchen

Zusatzinformationen