VMware Player 3 unter Windows 7
Ich habe mich gefragt, sind die neuen VMware Funktionen es Wert unter Windows 7 statt VirtualBox oder Virtual PC den neuen und kostenlosen VMware Player 3 zu nutzen? Hier einmal die Neuerungen der Version im Überblick:
- Möglichkeit der Erstellung von virtuellen Maschinen (bislang nur der Workstation und dem Server vorbehalten)
- Volle Unterstützung des Aero-Desktops
- Verbesserte Benutzeroberfläche mit VM-Bibliothek
- OpenGL-Unterstützung in einer virtuellen Maschine (Bsp. Google Earth)
- Unterstützung von Windows 7 (war ja klar bei Unterstützung des Aero, oder :-)
- Auto-Update der Integrations-Tools und –Treiber = VMware Tools
- Unterstützung mehrerer Monitore (schick)
- Drucken aus der virtuellen Maschine direkt über Hostsystem mit ThinPrint
Fassen wir zusammen
- Der Aero-Desktop wird voll unterstützt, was beim XP-Mode zwar egal ist, aber beim selbst gebauten XP-Mode mit Windows 7 nicht, da bei mir nur die Windows 7 Ultimate Version den Aero zeigte und nicht bei einem vitalisierten Windows 7 Home Premium (3 Versuche).
- Besonders auffällig ist der OpenGL Support und die damit verbundene Möglichkeit Spiele in der virtuellen Maschine laufen zu lassen, was man getrost unter dem XP Mode bzw. im Virtual PC VERGESSEN kann.
- Für Desktop-Office-Anwender sollte die Multi-Monitor-Unterstützung und der Direktdruck interessant sein.
- UND der VMware Player 3 kann nun nicht nur virtuelle Maschinen ausführen sondern auch erstellen.
Installation Windows 7 VMWare Player 3
Hier ein paar Screenshots der Windows 7 Installation unter einem VMware Player:
Am Anfang wird direkt nach der Seriennummer und dem Passwort gefragt und danach findet eine unbeaufsichtigte Windows 7 Installation statt, d.h. keine Dialoge wie Festplatte etc. sind zu sehen.
Nach 15 Minuten ist Windows 7 installiert und ich kann die VMware Tools installieren.
Danach bekommt man die gesamte Performance einer VMware-Installation zu spüren. Den Leistungsindex konnte ich weder unter Virtual PC noch unter VirtualBox für ein Windows 7 berechnen lassen!!
Insgesamt fühlt sich die VM deutlich schneller an und teilweise auch durchdachter, weil beispielsweise beim seamless / Unity Mode die einzelnen Fenster mit Programmicons in der Superbar zu sehen sind. Wenn man unter Einstellungen die Borders deaktiviert erscheinen die Fenster der virtuellen Maschine genauso wie die des Host-Systems (inklusive Glass-Effekten).
Video > Windows 7 unter VMware Player 3
Ich habe mal ein Video erstellt…
Pro VMware Player
- Unglaubliche Masse an vorgefertigten virtuellen Maschinen zum Download auf VMware.COM und privaten Seiten! Auf diese Art und Weise kann man in Minuten einen Windows 2003 R2 oder Windows 2008 R2 Server zwecks Software-Tests oder den neuen Ubuntu Desktop 9 zwecks Funktionstests haben… Es gibt unglaublich viele interessante virtuelle Maschinen bis hin zum VMware Image von Mac OS X.
- Bezüglich Installation von Windows 7 in virtuelle Maschine:
- inklusive Eingabe der Seriennummer
- halbe integrationsfunktionen schon während Installation verfügbar
- Microsoft Virtual PC VHD-Container können genutzt und damit natürlich auch der XP-Mode und andere schon erstellte virtuelle Maschinen.
Contra VMware Player
- eine weitere Installation
- bislang liegt nur eine englische Version 3 vor
- kein Open-Source im Vergleich zu VirtualBox
- keine portable VMware-Version in Sicht
Mein Fazit zu VMware statt VirtualBox / Virtual PC
VMware hatte in meinen Augen schon lange den Markt der virtuellen Maschinen in Sachen Stabilität, Performance und “Benutzererlebnis” dominiert. Als der VMware Server kostenlos wurde konnte VirtualBox damit nicht konkurrieren und der kostenpflichtige und teure Virtual PC schon gar nicht. Nun gibt es VirtualBox sogar portabel und der Virtual PC ist nun auch kostenlos, hat mit seinen Integrationsfunktionen (Stichwort: automatischen Verknüpfungen im Startmenü) und dem kostenlosen XP Mode (für Windows 7 Professional und Ultimate) viel Boden gut gemacht.
Nichts desto trotz ist die Performance der VMware Maschinen wieder tonangebend, vor allem wenn es um die Grafikleistung geht. Wann die Virtual PC Integrationsfunktionen von VMware adaptiert werden ist nur eine Frage der Zeit und dann konkurriert nur noch die VirtualBox mit den VMware Produkten, die mit ThinApps noch ein richtig cooles Programm gekauft bzw nun in petto haben.
Wichtig: Der aktuelle VMware Player 3.0.0 build 203739 ist noch nicht ganz ausgereift, was man am Start des Programms sehen kann. Alles in allem kann man ihn aber produktiv nutzen.
Fazit je Anwendungsgebiet
Spieler / Gamer:
VMware ist die eindeutig bessere Wahl, wenn auch noch lange nicht perfekt.
Betatester:
Tester können frei auswählen zwischen vielen vorgefertigten virtuellen Maschinen und neue virtuellen Instanzen sind im Handumdrehen erstellt mit dem VMware Player 3 (Stichwort: unbeaufsichtigte Windows 7 Installation). Im Großen und Ganzen ist die Wahl aber nicht so wichtig für diese Gruppe, weil sowohl der VMware Player und Server als auch in Zukunft die VirtualBox mit VHD-Container umgehen können werden, die seit Windows 7 nativer Unterstützung für dieses Format sehr interessant geworden sind, und somit jederzeit gewechselt werden kann zwischen den Virtualisierungsprogrammen.
Desktopanwender:
Zum Desktop-Programme auslagern und diese im Unity Mode benutzen ist der VMware Player 3 klar besser geeignet als der Rest, weil die Integration von Zwischenablage , Dateiablage und Programmicon in der Superbar inklusive minimieren und maximieren sehr weit fortgeschritten ist. Der Direktdruck und die Unterstützung mehrerer Monitore sind weitere Alleinstellungsmerkmale.
Der einzige Vorteil des Virtual PCs sind seine Integrationsfunktionen im Startmenü,aber wie gesagt wird eine Adaptation seitens VMware wird nicht lange auf sich warten lassen und dann?


Guten Morgen, danke für diesen interessanten Beitrag, da ich als W7 Home Premium Nutzer den XP Mode nicht habe, kommt mir dieser Vergleich sehr gelegen. Schade das es den VM Ware Player nur in Englisch gibt, hoffe das er noch in Deutsch rauskommt.Denn das ist noch alles Neuland für mich, habe gestern mal mit VirtualBox und Ubuntu rumgespielt. Was mir aufgefallen ist, das es zw. Ubuntu 9.10 Netbook Remix und Kubuntu 9.10 einen Unterschied in Bezug auf die Desktopgestaltung gibt. So konnte ich das mal schön antesten und danach einfach löschen. Ist schon ne tolle Sache. Gruß
Mike
# 1 04.11.09 09:52
Nunja, also das VMWare nur auf Englisch zu haben ist, sollte kein wirkliches Manko sein, da die Menüs sehr übersichtlich sind und zudem leicht verständlich sind. Bei ComputerBild gäbe es dafür natürlich eine glatte “6″ und würde die Gesamtnote nach unten ziehen ;-)
Also ich habe gestern ebenfalls etwas die 7er Version getestet und kann Tim nur zustimmen. Alles im allen macht es eine bessere Figut als Virtual PC (der nebenbei erwähnt auch installiert werden muss ;-) ).
# 2 04.11.09 10:05
Vielen dank für die Vorstellung von der neuen Version 3, ich hatte sonst immer mit dem VM Ware Server gearbeitet. Denn leider konnte man ja mit dem VM Ware Player 2 noch keine Virtuellen Maschinen erstellen. Aber das sie das Feature jetzt integriert haben finde ich sehr gut. Es ist auf jeden Fall einen Test wert.
# 3 04.11.09 10:42
Ich bin damals von VMWare-Server auf VirtualBox umgestiegen, da die gleiche Virtuelle Maschine unter VMWare ca. 250MB Speicher brauchte und unter VirtualBox gerade einmal 150MB (war noch zu Zeiten, wo ich gerade mal 2GB Hauptspeicher hatte ;) ). Es handelte sich dabei um eine fast nackte XP-Installation. Hat jemand mal den Vergleich zwischen zwei Identischen Versionen unter dem neuen Player und VirtualBox? Ich kann gerade nicht selbst testen, da mein Rechner noch etwa zwei Tage mit Rendern beschäftigt ist und die Installation des Players einen Neustart fordert…
# 4 04.11.09 12:27
Hi, danke für den tollen Artikel.
Ich habe mein altes XP mit Disk2vhd 1.3 zu einer VHD-Datei gemacht. Leider kann ich diese nicht öffnen mit dem VMWare Player 3.
Du schreibst ja VHD-Container können genutzt werden. Hast du eine Ahnung warum das bei mir nicht klappt?
# 5 09.11.09 11:23
Hallo,
ist es mit dem neuen VMWare Player auch möglich, innerhalb der VM USB Geräte wie z.B. einen Scanner zu installieren und zu nutzen?
Vielen Dank für die kurze Antwort.
# 6 10.11.09 11:44
Ich habe genau die gleich Frage wie StefanD.
Gibts dazu Tipps oder Hilfestellungen?
Irgendwo ein Knopf den ich nicht gesehen habe?
# 7 12.11.09 16:12
@Björn: ging das denn nicht schon mit den alten VMWarePlayern? Mir war irgendwie so, dass sich mein Kollege aus diesem Grund für VM entschieden hat.
Hier wird jedenfalls darüber diskutiert (VMPlayer 2.0) und für den Player muss man demzufolge ein Script anpassen:
http://communities.vmware.com/thread/118175
# 8 12.11.09 19:36
@StefanD: Dachte eigentlich auch wie Du und Tim. Der Haken beim Clonen von bestehenden Betriebssystemen in .vhd-Medien besteht darin, dass diese als SCSI-Datenträger eingebunden werden. Windows besitzt zwar SCSI-Treiber, die aber in VMware, VirtualBox und VPC im Gast nicht funktionieren.
Dadurch starten bei mir weder VMware, noch VirtualBox noch Windows Virtual PC, wenn keine Integrationsfeatures, VMware-Tools etc. installiert sind. Man muss vor dem Clonen die betreffenden SCSI-Treiber der Virtualisierungslösung installieren.
Ich hab hier einen Win XP-Clone zum Laufen bekommen, indem ich die Kopie in einem .vmdk-Disk mittels Paragon Virtualisation Manager 2009 erstellen ließ. Das Programm ermöglicht sogar beim Erstellen eigene Treiber einzubinden. Da ich nur eine Pre-Release habe, kann das der Grund sein, warum das Endergebnis nicht booten konnte und eine “defekte Disk” meldete. Ich habe dann den VMware Converter 4 auf diese .vhd angesetzt – und im Anschluss bootete der Win XP Clone.
Anmerkung: Generell ist es aber eine schlechte Idee, die .vhd zwischen Virtualisierern zu wechseln, da die Hardwarevirtualisierung bei VMware, VirtualBox und VPC sehr unterschiedlich realisiert wird und auch andere Gasterweiterungen zum Einsatz kommen. Zwischen VMware und VirtualBox ließen sich ja virtuelle Maschinen bereits länger austauschen (VirtualBox kann ja .vmdk-Disks lesen). Bei jedem Boot muss aber das Gastsystem die neuen Hardwaretreiber laden – was der ganzen Geschichte nicht sonderlich gut bekommt. Ich habe hier Situationen erlebt, wo die Aktivierung verloren ging und mehr. Daher empfehle ich, jede virtuelle Disk mit installiertem Gastbetriebssystem fest einer Virtualisierungslösung zuzuweisen.
Zur Frage, ob Scanner im VMware Player 3.0 laufen: Ja, aber das ging bereits mit früheren Versionen des VMware Server 1.x. Der Host sollte aber schnell genug sein. Auf einem 2,2 GHz Dual Core habe ich neben einem USB-Scanner auch eine Webcam zum Laufen gebracht (640 x 480) Bildpunkte. Auf einem QuadCore 2,5 GHz konnte ich sogar testweise DVB-T fahren. Beim Windows 7 Mediacenter reichte dann die Performance nicht mehr, um ruckelfreie TV-Anzeigen zu bekommen. Insgesamt schlägt sich der VMware Player 3.0 auf CPUs mit Virtualisierungsunterstützung extrem gut. Mir ist fast die Kinnlade runtergefallen, als ich feststellte, dass sogar Mac O** X mit 64 Bit unter einem 32 Bit Windows 7 Home Premium Host startete.
Ein paar Infos zu diversen Virtualisierungslösungen habe ich in meinem Blog veröffentlicht – die Beiträge werden im Laufe der Zeit wohl noch weiter aktualisiert.
# 9 16.12.09 20:02
Hallo Ich habe auf meinem Laptop Win 7 Home Premium 64 bit installiert.
Nun habe ich mir den VMWare-Player 3.00… installiert. bekomme aber die Fehlermeldung das es Probleme mit dem USB-Host gibt.
Ich kann auch keine USB-Geräte unter VM-Removable Deviece aktivieren
Ich habe mir Image von WinXP erstellt und auch eins von Ubuntu 9.1 geladen.Bei beiden kann ich nicht auf USB-Geräte zugreifen.
Bitte um Hilfe
Vielen Dank im vorraus
# 10 16.2.10 11:03
@Ernst: Das ist ein bekannter Effekt, der bei VMware Player auftreten kann (aber nicht muss). Es scheint ein Timing-Problem zu sein. Die Lösung habe ich in meinem Blogbeitrag http://www.borncity.com/blog/2009/12/14/6-fazit-und-erfahrungen/ im Abschnitt “Abschließende Tipps” angegeben.
# 11 16.2.10 15:17
Hallo!
Nun ist es mir als blutiger laie geglückt. unter win7 den VMware-player-3.1.0-261024 zu installieren und nach aufruf desselben WinXP prof zu installieren.Auch die software meiner telefonlage teledat usb2ab konnte ich installieren und nun diese telefonanlage von hier aufrufen.
Ja, wie genau bekommt man es nun hin, um von der win7-oberfläche, die WinXP-programme aufzurufen, also eine verknüpfung vom win7-deskop auf die Winxp-programme herzustellen.
2.Frage sei mir erlaubt, frage/stichwort deutsche version\sprachdatei?
Danke schonmal für hilfreiche antworten an einen 72-jähr. unbedarften User.
Jürgen
# 12 13.6.10 17:38
Hallo!
Tipp zu VMWarePlayer 3.10 unter Windows 7:
In der virtuelle Maschine (Gast) unter Windows 7 sollte die Festplatte als SCSI-Platte konfiguriert werden!
Ich habe eine alte WIN2000 prof. Installation mit VMWareConverter in eine virtuelle Maschine überführt und die Festplatte zunächst als IDE-Platte konfiguriert (nix dabei gedacht!). Es lief nach Einbindung der VMWare-Tools auch alles wie erwartet, nur verursachte die laufende virtuelle Maschine auf ihrem zugeordneten 1 CPU-Kern immer 100% Last, auch wenn sie nix zu tun hatte! Sie reagierte daher auf Eingaben immer sehr zäh!
Nach erneuter Virtualisierung des WIN2000-PCs, diesmal aber mit SCSI-Platte, läuft alles rund: CPU-Last im Leerlauf zwischen 0 und 1%, alle Anwendungen reagieren sofort so wie es sein soll!
Meine Internet-Recherche führte mich auch auf diese Seite, die mir zwar bei meinem Problem nicht weitergeholfen hat, aber mir sonst sehr gut gefallen hat! Daher möchte ich diesen Hinweis hier hinterlassen, vielleicht hilft er anderen Anwendern?!…
# 13 21.8.10 20:07